Verantwortungsbewusst spielen: Warnzeichen und Hilfe

Glücksspiel kann dazu führen, dass du mehr Geld und Zeit einsetzt, als du dir vorgenommen hast. Es ist kein Weg, Geld zu verdienen, und keine Lösung für Geldprobleme. Wenn du spielst, solltest du nur Geld einsetzen, dessen Verlust du verkraften kannst.

Woran du ein Problem erkennen kannst

Achte nicht nur auf die Höhe deiner Einsätze, sondern auch darauf, wie sich das Spielen auf deinen Alltag auswirkt. Warnzeichen können sein:

Ein einzelnes Anzeichen beweist für sich genommen keine Abhängigkeit. Wenn du mehrere Punkte wiedererkennst oder das Spielen nicht mehr zuverlässig steuern kannst, wende dich an eine Beratungsstelle. Warte nicht darauf, dass finanzielle oder persönliche Folgen noch schwerer wiegen.

Was du sofort tun kannst

Beende eine laufende Spielsitzung und zahle kein weiteres Geld ein. Nutze, falls verfügbar, die Kontofunktionen des Anbieters, um Einzahlungen oder Spielzeiten zu begrenzen oder dich selbst auszuschließen. Eine Begrenzung setzt eine persönliche Obergrenze; ein Selbstausschluss sperrt dich vom Spielen aus. Die konkreten Funktionen findest du im Konto oder auf der Webseite des Anbieters.

In Deutschland müssen lizenzierte Anbieter an die OASIS-Selbstausschlussdatenbank und das zentrale Überwachungssystem LUGAS angebunden sein. OASIS dient dem Ausschluss gesperrter Personen. LUGAS überwacht unter anderem das anbieterübergreifende Einzahlungslimit. Grundsätzlich darfst du monatlich insgesamt höchstens 1.000 Euro auf deinen Spielkonten einzahlen. Das ist eine gesetzliche Obergrenze, keine Empfehlung und kein Nachweis dafür, dass ein Einsatz für dich unbedenklich ist.

Anbieter müssen außerdem sicherstellen, dass Minderjährige und gesperrte Spieler durch den Abgleich mit einer staatlichen Sperrdatei ausgeschlossen werden. Prüfe auf der Webseite, ob der Anbieter seine gültige Lizenz ausweist. Eine sichtbare Lizenz ersetzt keine eigene Entscheidung darüber, ob du mit dem Spielen aufhören solltest.

Wo du Hilfe bekommst

Für diesen Markt liegen keine verifizierten Angaben zu Beratungsstellen oder Selbstsperrkontakten mit Namen und Anschriften vor. Deshalb wird hier keine Organisation und keine Kontaktadresse genannt. Nutze die Beratungsangebote deiner örtlichen Suchtberatungsstelle oder bitte eine Ärztin, einen Arzt oder eine andere Vertrauensperson, dir dabei zu helfen, eine zuständige Stelle zu finden. Wenn du dich akut in Gefahr befindest, wende dich an den örtlichen Notdienst.

Wenn du gerade Geldprobleme hast, sprich mit einer anerkannten Schuldnerberatung, bevor du neue Kredite aufnimmst oder weiter spielst. Glücksspielanbieter dürfen Spielern keine Darlehen gewähren und solche Darlehen auch nicht bewerben. Ein Kredit löst Verluste nicht; er kann sie vergrößern.

Alters- und Spielerschutz in Deutschland

Glücksspielangebote sind für Minderjährige nicht zugänglich. Zugelassene Anbieter müssen den Ausschluss Minderjähriger und gesperrter Spieler sicherstellen. Spiele nicht über das Konto einer anderen Person und gib deine Zugangsdaten nicht weiter.

Die Regeln begrenzen auch, wie Glücksspiel angeboten werden darf: Über dieselbe Internetdomain dürfen grundsätzlich keine unterschiedlichen Glücksspielarten angeboten und keine Werbung für anderes Glücksspiel geschaltet werden. Nach der Teilnahme an einer Glücksspielart musst du bei demselben Anbieter mindestens eine Minute warten, bevor du an einer anderen teilnehmen kannst. Paralleles Spielen bei mehreren Anbietern ist verboten.

Anbieter virtueller Automatenspiele dürfen nicht mit dem Begriff „Online Casino“ werben. Die Bezeichnung kann daher nicht als verlässlicher Hinweis darauf dienen, welche Art von Angebot du vor dir hast. Lies die Angaben des Anbieters und prüfe dessen Lizenz, statt dich auf Werbeworte zu verlassen.